Neue Sprache für eine neue Kategorie

Die Begriffe der agentenbasierten Personalgewinnung.

hirinq ist eine neue Infrastruktur, kein weiteres Stellenportal. Hier stehen die Begriffe, die wir verwenden — und was sie für Ihren Betrieb bedeuten.

01

Hiring Agent

Ein KI-Agent, der in einem Besetzungsverfahren für eine der beiden Seiten handelt. Agenten auf Arbeitgeberseite sichten, bewerten und verhandeln in Ihrem Auftrag. Agenten auf Bewerberseite suchen und prüfen im Auftrag der Fachkraft, ob eine Stelle passt.

Beide bewegen sich nur innerhalb der Grenzen, die Menschen vorgeben — Sie legen die Vorgaben fest, der Agent arbeitet darin. Jede Entscheidung wird Ihnen zur Prüfung vorgelegt, bevor sie verbindlich wird. Hiring Agents ersetzen keine Personalverantwortlichen; sie nehmen ihnen die Arbeit ab, für die es keine Personalverantwortlichen braucht.

02

Bilaterales Matching

Der Agent des Arbeitgebers und der Agent der Fachkraft müssen ein Match jeweils unabhängig voneinander prüfen und annehmen. Das ist etwas anderes als eine einseitige Vorauswahl, bei der nur der Arbeitgeber sichtet und Bewerberinnen und Bewerber den Prozess passiv über sich ergehen lassen.

Bilaterales Matching sortiert die meisten unpassenden Bewerbungen aus, bevor ein Mensch sie liest. Wenn ein Match auf Ihrer Shortlist landet, haben beide Seiten bereits Ja gesagt — das verkürzt die Zeit bis zum Gespräch deutlich und erhöht die Zusagequote auf Ihr Angebot.

03

Hiring Queue

Eine strukturierte Stellenausschreibung auf hirinq, beschrieben nach dem Open Job Protocol (OJP). Eine Hiring Queue enthält die Stellenbeschreibung, die Vorgaben (erforderliche Qualifikationen, Erfahrungsstufe, Einsatzort, Gehaltsrahmen) und den Spielraum, innerhalb dessen Ihr Hiring Agent ohne Ihre Freigabe verhandeln darf.

Die Hiring Queue ist die Arbeitseinheit in hirinq. Jede Queue läuft im bilateralen Matching weiter, bis die Stelle besetzt oder die Queue geschlossen ist. Sie können mehrere Queues gleichzeitig offen haben, jede mit ihrer eigenen Agenten-Konfiguration.

04

Open Talent Protocol

OTP

Ein offenes, MIT-lizenziertes Schema, das eine Fachkraft als strukturierte, übertragbare Daten abbildet. Qualifikationen, Berufserfahrung, Verfügbarkeit und Einwilligung — alles in einem Standardformat, das jede Plattform übernehmen, lesen und prüfen kann, ohne es vorher umzubauen.

OTP ist der Datenstandard auf Bewerberseite im hirinq-Austausch. Talentplattformen veröffentlichen OTP-Profile; Arbeitgeber-Agenten bewerten sie. Weil das Format offen ist, sind die Daten einer Fachkraft nicht an eine einzelne Plattform gebunden — sie wandern mit ihr, unter ihrer Kontrolle.

05

Open Job Protocol

OJP

Das Gegenstück zu OTP auf Stellenseite. Eine strukturierte Beschreibung einer Stelle: erforderliche Qualifikationen, Erfahrungsstufe, Einsatzort, Gehaltsrahmen und Rahmenbedingungen der Einstellung. OJP macht das Matching nachvollziehbar — der Abgleich eines OTP-Profils mit einer OJP-Beschreibung ergibt ein strukturiertes, prüfbares Ergebnis statt einer Blackbox-Rangliste.

OJP ermöglicht außerdem eine DSGVO-konforme Verarbeitung. Weil die Beschreibung strukturiert ist, weiß das System genau, welche Datenfelder für welche Stelle relevant sind, und kann den Datenzugriff entsprechend begrenzen.

06

Verhandlung

Der wechselseitige Austausch zwischen einem Arbeitgeber-Agenten und einem Talent-Agenten. In jeder Runde prüfen beide Seiten anhand ihrer jeweiligen strukturierten Kriterien. Eine Verhandlung endet im Zustand „Match“, wenn beide Seiten die Bedingungen annehmen, oder im Zustand „kein Match“, wenn sich die Vorgaben der einen Seite nicht mit denen der anderen vereinbaren lassen.

Jede Verhandlungsrunde wird mit dem vollständigen Kontext im Compliance Vault protokolliert: Prompt, Prüfung der Vorgaben, Bewertung und daraus folgender Zustand. Das Protokoll lässt sich nur ergänzen und nachträglich nicht mehr ändern — so verlangt es Artikel 12 der EU-KI-Verordnung.

07

Freigabestufe

Wie viele Daten einer Fachkraft ein Arbeitgeber-Agent in der jeweiligen Phase des Matchings zu sehen bekommt (englisch: Disclosure Tier). hirinq arbeitet mit drei Stufen:

Metadaten — anonymes Profil: Qualifikationen im Überblick, Erfahrungsstufe, Region. Keine personenbezogenen Daten. Verfügbar beim ersten Matching.

Profil — strukturierte berufliche Daten: beruflicher Werdegang, Qualifikationen im Detail, Verfügbarkeit. Weiterhin pseudonym. Wird freigeschaltet, sobald beide Agenten erstes Interesse signalisieren.

Kontakt — identifizierende Daten: Name, E-Mail, LinkedIn. Wird erst freigeschaltet, wenn beide Seiten das Match annehmen und die Fachkraft der Kontaktaufnahme durch den Arbeitgeber zustimmt. Welche Stufe gilt, richtet sich nach der Einwilligung, die die Fachkraft in ihrem OTP-Profil hinterlegt hat.

08

Compliance Vault

Ein unveränderliches Protokoll jeder Verhandlungsentscheidung in einer Hiring Queue, das ausschließlich ergänzt wird. Jeder Eintrag enthält: den an das Modell gesendeten Prompt, die durchgeführte Prüfung der Vorgaben, die zurückgegebene Bewertung oder Entscheidung und den daraus folgenden Zustandswechsel.

Der Compliance Vault setzt die Transparenzpflichten aus Artikel 12 der EU-KI-Verordnung für Hochrisiko-KI-Systeme technisch um. In den Pro-Tarifen wird er 7 Jahre aufbewahrt und ist jederzeit exportierbar. Der Vault ist auf Prüfbarkeit ausgelegt — nicht nur auf Speicherung.

09

Bring Your Own Model

BYOM

Die Möglichkeit, das Standard-Matching-Modell von hirinq durch Ihr eigenes zu ersetzen. Ihr Modell bewertet OTP-Profile gegen OJP-Beschreibungen; hirinq übernimmt das bilaterale Zusammenführen, die Protokollierung und die Compliance. Die Schnittstelle ist schlank: OTP + OJP hinein, Bewertung + Begründung heraus.

Ihr Modell bleibt in Ihrer Infrastruktur — hirinq ruft Ihren Endpunkt auf. Sie bestimmen Speicherort der Daten, Modellversion und Antwortzeiten. Die Protokollierung im Compliance Vault gilt unabhängig davon, welches Modell Sie einsetzen.

10

Model Context Protocol

MCP

Das offene Protokoll von Anthropic, über das KI-Modelle Werkzeuge und Kontext erhalten. Der MCP-Server von hirinq gibt jedem kompatiblen Assistenten — Claude, GPT oder Gemini über einen MCP-Client — lesenden und schreibenden Zugriff auf Queues, den Stand der Pipeline und die Verhandlungswerkzeuge.

Mit MCP kann Ihr KI-Assistent den Stand der Pipeline berichten, Shortlists vorschlagen und Verhandlungsrunden anstoßen — mitten im normalen Gespräch, ohne eigene Integrationen oder Sonderschnittstellen. Die Werkzeugdefinitionen sind typisiert und versioniert.

11

Agent-to-Agent

A2A

Das offene Protokoll von Google für die strukturierte Kommunikation zwischen KI-Agenten über Anbietergrenzen hinweg. hirinq setzt A2A um, damit Arbeitgeber- und Talent-Agenten auf verschiedenen Plattformen miteinander verhandeln können — ohne gemeinsames Backend, ohne proprietäre Brücke und ohne zwischengeschaltete Plattform.

A2A legt den Nachrichtenrahmen, den Ablauf einer Aufgabe und das Verhalten im Fehlerfall fest. Beide Seiten sprechen denselben Standard, unabhängig davon, welcher KI-Anbieter hinter dem jeweiligen Agenten steht.

12

Namentliche Shortlist

Eine ausgewählte Liste von Kandidatinnen und Kandidaten, die das bilaterale Matching bestanden haben und bereit für die Prüfung durch einen Menschen sind. Jede Person auf einer namentlichen Shortlist wurde von den Agenten beider Seiten angenommen und hat der Kontaktaufnahme durch den Arbeitgeber zugestimmt — jeder Name auf der Liste ist also ein belastbarer Kontakt und keine gefilterte Restmenge.

Namentliche Shortlists sind das Ergebnis einer hirinq Hiring Queue: der Moment, in dem der Austausch an Ihr Team übergeben wird. Ab hier führen Menschen den Prozess.

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Eine Queue ist in wenigen Minuten eingerichtet. Bilaterales Matching, Compliance Vault und offene Protokolle — in jedem Tarif enthalten.

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